Donnerstag, 7. Juni 2018

Hausmittel gegen Durchfall

Hausmittel gegen Durchfall

Faktencheck: Was hilft wirklich als Hausmittel gegen Durchfall

Zwieback, viel trinken und Obst – vermutlich kennt jeder die elterlichen Tipps bei Durchfall. Welche dieser Hausmittel gegen Durchfall tatsächlich helfen und von welchen man lieber die Finger lässt, erklärt Prof. (Univ. Chisinau) Dr.Stefan Hillejan, Phlebologe und Proktologe von der Praxisklinik für Venen- und Enddarmerkrankungen in Hannover und Vorsitzender des Berufsverbands Qualifizierter Medizinischer Sachverständiger Deutschlands.

Vorsicht bei Salzstangen, Cola und Zwieback

Immer noch glauben sehr viele, dass Salzstangen und Cola besonders gut geeignet seien, um den beim Durchfall entstandenen Mineralverlust auszugleichen. Und tatsächlich: Kurzfristig tritt durch den Softdrink ein gesteigertes Wohlbefinden ein. Denn bei entsprechenden Verdauungsproblemen führt der Flüssigkeitsverlust zu niedrigem Blutdruck, den Cola temporär wieder erhöht. Doch das gute Gefühl hält nicht lange an, durch das koffeinhaltige Getränk steigert sich die Darmtätigkeit noch zusätzlich. Außerdem führt der viele Zucker oftmals zu einer vermehrten Wasserausscheidung über die Nieren und dadurch zum Ausspülen der bei flüssigem Stuhl besonders wichtigen Elektrolyte wie Kalium und Natrium. Letzteres ist zwar in Salzstangen enthalten, diese führen dem Körper allerdings keinerlei andere wichtige Nährstoffe zu. Zwieback dagegen hilft aufgrund des Gehalts von Einfachzuckern eher, den Nährstoffverlust auszugleichen. Menschen mit bekannten Unverträglichkeiten sollten aber Vorsicht walten lassen. „Bestimmte Getreidesorten reizen den Darm und der übermäßige Konsum der Ballaststoffe im Teig führt ebenfalls oft zu Durchfallschüben“, erklärt der Experte. 

Was hilft wirklich als Hausmittel gegen Durchfall


Besonders Obst und Tee sorgen bei Verdauungsproblemen für Besserung. Bananen beinhalten beispielsweise Vitamine sowie Stärke und führen dem Körper das bei Durchfall verloren gegangene Kalium wieder zu. Heidelbeeren wird eine keimhemmende Eigenschaft nachgesagt und Äpfel enthalten sowohl entzündungshemmende Polyphenole als auch Pektine. Letztere quellen im Darm, saugen Flüssigkeit auf und verdicken so den Stuhl. Zusätzlich absorbieren deren Vielfachzucker Giftstoffe und beruhigen die Schleimhäute. Für einen optimalen Effekt empfiehlt es sich, die Äpfel samt Schale zu einem Mus zu reiben. Dadurch ist das Obst bekömmlicher und Wasser wird bei der Verdauung am besten gebunden. Tee gilt als eines der effektivsten Mittel bei Diarrhö: Er beruhigt den Verdauungstrakt, führt dem Organismus Flüssigkeit zu und hat aufgrund seiner Gerb- und Bitterstoffe sowie der ätherischen Öle oftmals einen entzündungshemmenden Effekt. Insbesondere Pfefferminze hat einen hohen Gerbstoffanteil. Kamille wirkt gegen Keime und zusätzlich krampflösend. Nur von Schwarztee sollten Betroffene absehen, denn bei übermäßigem Genuss tritt eine ähnliche Wirkung ein wie bei Cola. „Koffein verstärkt diese Art der Darmprobleme“, betont Prof. Dr. Dr. Hillejan. Wenn Sie die beschriebenen Hausmittel gegen Durchfall einsetzen , haben Sie eine gute Grundlage für eine zeitnahe Besserung. 

Im Notfall zum Experten


Hält der Durchfall trotz aller Maßnahmen länger als zwei Tage an, empfiehlt sich ein Arztbesuch. Handelt es sich beim Betroffenen um ein Kind oder treten Begleiterscheinungen wie Fieber und Kreislaufbeschwerden auf, sollte umgehend ein Experte aufgesucht werden. Elektrolytlösungen, medizinische Kohle und Hefepilz Tabletten aus der Apotheke helfen zwar bei ausgeprägten Formen der Beschwerden, ersetzen in diesen Fällen aber nicht den Gang zum Arzt. Wenn Sie jedoch für ihre eigene Gesundheit vorbeugen wollen, dann bedankt sich ihr Wohlbefinden bei jedem Besuch von Topfruits !

Mehr Informationen zum Thema Durchfall auch unter www.praxisklinik.com







Mittwoch, 14. Februar 2018

Kreuzbandriss Behandlung

Kreuzbandriss Behandlung und Ursachen

Fulda I Main I Kinzig, Februar 2017. Geschwollene Beine, starke Schmerzen, ein knackendes Geräusch und plötzlich nachgebende Gelenke – wer schon einmal einen Kreuzbandriss erlitten hat, vergisst diesen Moment nicht wieder. Sportmediziner und Neurochirurg Dr. Michael Eichler, Leiter des Wirbelsäulenzentrums Fulda|Main|Kinzig, kennt die Tücken der Verletzung. „Kreuzbänder wachsen leider nicht von allein zusammen“, erklärt er. Betroffene haben daher nur die Möglichkeit, entweder durch viel Krafttraining die Instabilität des Gelenks auszugleichen oder sich einer Operation zu unterziehen. Vor allem jüngeren Profi Sportlern raten Ärzte zu Letzterem, da ein chirurgischer Eingriff für sie langfristig weniger gesundheitliche Risiken bedeutet.

Wie entsteht ein Kreuzbandriss ?

Wenige Bindegewebsstränge halten Ober- und Unterschenkel zusammen. Für Stabilität sorgen dabei unter anderem das vordere und hintere Kreuzband. Reißt eines der beiden, führt das folglich neben starken Schmerzen und Schwellungen zu einer Gangunsicherheit bis hin zu einem Gefühl, dass sich das Kniegelenk verschiebt. Eher selten kommt es zu Verletzungen am etwas dickeren hinteren Kreuzband. Sie entstehen meist durch äußere Gewalteinwirkung wie bei Fahrrad-, Motorrad- und Autounfällen. Vordere Kreuzbänder reißen dagegen häufiger und ohne Fremdeinwirkungen. Zu den Ursachen gehören übermäßiges Strecken oder Beugen, insbesondere bei Ballsport oder auf der Piste beim Skifahren. „Dreht sich bei einer Talfahrt mit Skiern beispielsweise der Unterschenkel nach außen, während die Schwerkraft den Oberschenkel nach unten zieht, kommt es zu einer Überstrapazierung des vorderen Kreuzbands und es reißt“, erklärt Dr. Eichler. Beim Ballsport sorgen schnelle Abbremsungen mit dem Bein am häufigsten für diese Art von Verletzung.

Welche Behandlungsmethoden stehen zur Verfügung

Kurz nach einem Kreuzbandriss sollten Betroffene als Erstes das Bein hochlagern und kühlen. Zusätzlich helfen Druckverbände und Schmerz stillende Medikamente beim Heilungsprozess. In einem zweiten Schritt dienen ausgiebige Physiotherapie und Krafttraining dazu, die Schwellungen zu lindern und die Oberschenkelmuskulatur aufzubauen. „Während bei Rissen am hinteren Kreuzband in vielen Fällen konservative Maßnahmen ausreichen, empfiehlt sich bei einer Verletzung am vorderen Kreuzband besonders bei jüngeren Profisportlern eine Operation“, erklärt der Leiter des Wirbelsäulenzentrums. 


Zu den geeignetsten Behandlungsmethoden zählt hierbei das sogenannte Kreuzbandersatz Plastikverfahren. Sobald sich der Patient in Narkose befindet, entnehmen Ärzte über einen nur zwei Zentimeter langen Schnitt zunächst an der Schienbein Vorderseite Sehnen Material. Daraus präparieren sie eine Art Kreuzbandersatz und befestigen diesen zwischen Ober- und Unterschenkelknochen. Nach sechs bis zwölf Wochen ist die Plastik mithilfe von Training und einer stabilisierenden Schiene in der Regel vollständig eingeheilt und verfügt über eine ähnlich starke Belastbarkeit wie ein gesundes Kreuzband. Insofern Berufssportler die Regenerationszeit einhalten und ausreichend Muskelaufbau betreiben, sind ein Comeback und auch die Teilnahme an Wettkämpfen durchaus zeitnah wieder möglich.
Weitere Informationen unter: www.neuro-chirurgie.de




Montag, 22. Januar 2018

Tipps gegen Rückenschmerzen

Tipps gegen Rückenschmerzen

Vermutlich hatte jeder schon einmal Rückenschmerzen oder einen eingeklemmten Nerv. Es tut nicht nur unglaublich weh, sondern macht auch jede Bewegung unmöglich. Damit Ihnen das nicht mehr passiert, haben wir Tipps und Tricks, wie Sie Rückenschmerzen vorbeugen können.

Wenn der Rücken streikt

Wenn es im Rücken zieht und schmerzt, ist der Alltag oft enorm beeinträchtigt. Nichts geht mehr – sei es der Gang zum Kühlschrank, das Umziehen oder auch nur normales Sitzen auf Stuhl oder Sessel. Vom entspannten Nachtschlaf ganz zu schweigen! Hat man tatsächlich mal einen Bandscheibenvorfall, Hexenschuss oder Hüftschmerzen, ist man oft tage- oder wochenlang außer Gefecht gesetzt. Dabei ist gerade die Rückenmuskulatur die, auf die wir am allerwenigsten achten. Ein fataler Fehler! (Quelle: Aponet)

Tipps zur Prävention

Wer lange etwas von seinem Rücken haben möchte, sollte auf ihn Acht geben. Das beginnt bei einer Rücken schonenden Haltung und endet bei einer qualitativ hochwertigen Matratze. Denn gerade Abends im Bett sollten Sie Ihrem Körper eine Auszeit gönnen. Matratzenauflage und Lattenrost spielen daher eine wichtige Rolle, wenn es um Bandscheibenvorfall, Nackenschmerzen oder Muskelschmerzen im Bereich der Lendenwirbel und Halswirbelsäule geht. Um diese Beschwerden zukünftig zu vermeiden, haben wir 5 Tipps für Sie zusammengetragen.
  1. Viel Bewegung: Wenn Sie zu Rücken- und Schulterschmerzen neigen oder auch ab und zu mal unter Verspannungen im Rücken leiden, ist viel Bewegung das beste Mittel. Gehen Sie Spazieren oder sogar Joggen. Auch wenn das erstmal abwegig klingt – die leichten Erschütterungen, die Ihr Rücken durch die Schritte erfährt, lockert die Muskulatur und löst auch den einen oder anderen Nerv, der zuvor noch eingeklemmt war.
  2. Wärme und Verspannung: Sollte es bei Ihnen wirklich mal zu Schulterschmerzen oder Nackenschmerzen gekommen sein, können Sie diese sehr gut mit Wärme behandeln. Lassen Sie sich ein schönes heißes Bad ein oder legen ein Kirschkernkissen auf die betroffene Stelle. Vermutlich wird der Schmerz nicht gleich komplett weg sein. Linderung verschafft diese Methode aber allemal.
  3. Rückenschule: Verspannungen in Wirbelsäule und Halswirbel können extrem schmerzhaft sein. Oft kann man diese Beschwerden nur mit Physiotherapie und einer Rückenschule bekämpfen und wieder in den Griff bekommen. In diesem Rahmen werden die Muskeln und Sehnen im Schulter- und Rückenbereich gedehnt und gekräftigt, um als Stütze für Ihren Rücken zu dienen und so Schmerzen zu vermeiden. Der Physiotherapeut wird Ihnen Rücken Übungen zeigen, die Sie ganz einfach zu Hause nachmachen können.
  4. Die richtige Matratze: Wenn es um einen gesunden Rücken geht, ist nichts wichtiger als eine gute Matratze. Welche dabei für Sie die beste Matratze für einen erholsamen Schlaf ist, kann allgemein nicht gesagt werden. Immerhin gibt es ganz unterschiedliche Arten und Größen. So können Sie beispielsweise zwischen einer Kaltschaummatratze, Federkernmatratze oder Schaumstoffmatratze wählen. Und auch eine Taschenfederkernmatratze oder Rollmatratze steht zur Auswahl. Wenn Sie also neue Matratzen kaufen wollen, um ihrem Rücken etwas Gutes zu tun, sollten Sie unbedingt mehrere Matratzen testen. MatratzenschonerWer seinen Rücken schonen, aber nicht gleich viel Geld für neue Matratzen ausgeben will, kann auch auf einen Matratzentopper oder Matratzenschoner zurückgreifen. Der funktioniert wie eine Rollmatratze und wird über Ihre gewohnte Matratze gelegt. Den Härtegrad können Sie auch hier individuell an Ihre Bedürfnisse anpassen und Ihrem Rücken so eine optimale Ruhepause gönnen.
  5. Stress vermeiden: Stress kann sich in vielerlei Symptomen äußern. Dazu gehören neben Kopfschmerzen und Hüftschmerzen auch Muskelschmerzen im Lendenwirbelbereich. Um diese Beschwerden zu behandeln, kommen Sie um eine Schmerztherapie nicht herum. Vorbeugen können Sie diese Schmerzen allerdings oftmals, wenn Sie Stress vermeiden und Ihrem Alltag eine gesunde Struktur verleihen.


Wie Sie sehen, gibt es einige Möglichkeiten, um Rückenschmerzen zu behandeln oder gar zu vermeiden. Achten Sie unbedingt auf ausreichend Bewegung und eine gute Haltung. Dann haben Sie schon viel gewonnen. Außerdem ist eine gute Matratze ein Muss, um den Rücken in der Nacht während der Ruhephase zu entlasten und ihm den Stress des Tages wieder abzunehmen. Probieren Sie es aus. Sie werden sich wundern, wie fit und wohl Sie sich endlich wieder fühlen.